Die Graphische Sammlung ETH Zürich verfügt über umfangreiche Bestände mit einer hohen Materialvielfalt und unterschiedlichsten werkspezifischen Eigenschaften. Den Hauptteil der Sammlung bilden Druckgraphiken, Handzeichnungen, Fotografien und Bücher mit Papier als Trägermaterial. Weiter sind auch wenige Multiples (Kunstobjekte aus verschiedenen Materialien) oder Druckplatten in der Sammlung vertreten.
Die Aufgabe des Ateliers für Konservierung und Restaurierung ist es, die Kunstwerke für die Nachwelt zu erhalten. Dazu gehört, dass die Werke in einem idealen Umfeld aufbewahrt und vor potenziellen Schäden geschützt werden. Jedes Werk in der Sammlung hat individuelle konservatorische Anforderungen, die es bestmöglich zu erfüllen gilt.
Die präventive Konservierung ist dabei eine der wichtigsten Tätigkeiten und stellt die erste Massnahme dar. Um Schäden gar nicht erst entstehen zu lassen, wird die Umgebung der Kunstwerke möglichst optimal für deren langfristigen Erhalt gestaltet. Dazu gehört unter anderem die Herstellung von Schutzbehältnissen, die Auswahl geeigneter Kontaktmaterialien, die Reinigung von Kunstwerken, Schulungen zur korrekten Handhabung sowie das Messen und Kontrollieren des Raumklimas.
Restauratorische Massnahmen werden im Vergleich dazu seltener durchgeführt. Der Fokus liegt auf der Betreuung der gesamten Sammlung und nicht zu stark auf einzelnen Objekten. Allgemein befinden sich die meisten Werke in einem guten Zustand, sodass nur bei wenigen Blättern Restaurierungsbedarf besteht. Eine Restaurierung wird insbesondere dann ausgeführt, wenn stark geschädigte Werke mit hohem Handlungsbedarf entdeckt oder externe Leihgaben vorbereitet werden. Die häufigsten Arbeiten umfassen die Schliessung von Rissen im Papier, die Durchführung von wässrigen Behandlungen, das Planlegen der Kunstwerke oder die Ergänzung von Fehlstellen.