KUNST ERLEBEN

2017

Dienten Graphische Sammlungen an Universitäten im 19. und frühen 20. Jahrhundert als Anschauungsmaterial für den Unterricht, so haben sich ihre Aufgaben im Zuge der ubiquitären Verbreitung von Bildern verändert. Sie sind zu Kompetenzzentren für Kunst auf Papier geworden, die Aufgaben über die klassischen Bereiche eines Museums übernehmen. Gerade Kunstsammlungen an Universitäten sind heute Orte, an denen ein Wissensbestand gepflegt wird und neue Erkenntnisse in der Lehre und an die breite Öffentlichkeit vermittelt werden. Es sind zudem Orte, die zu kritischem Denken und interdisziplinären Problemlösungen anregen. Die Sammlungen stehen im Dialog mit den Wissenschaften und treten hier in einen produktiven wechselseitigen Dialog, der herkömmliche Grenzen kritisch befragt. Was für Chancen bietet diese Annäherung für die Kunstinstitution und die Forschenden der Universität? Welche Erwartungen von aussen werden an die Graphische Sammlung herangetragen?

Das Kolloquium lässt aus Anlass des 150-Jahr-Jubiläums der Graphischen Sammlung ETH Zürich verschiedene Protagonisten/innen zu Wort kommen, die aus unterschiedlicher Perspektive auf die Graphische Sammlung an einem Wissensort wie der ETH blicken.

Perspektiven aus der Gegenwart

In welchem Verhältnis steht die Zeichnung eines Gebäudes zum eigentlichen Bau? Teilt der Entwerfer uns in seiner Darstellung etwas mit, das wir im Bau selbst nicht finden? Kann Architektur als eine Disziplin begriffen werden, die Ideen – über Raum, Kultur, und gesellschaftlichen Kontext – über Generationen hinweg in solchen Bildern vermittelt? Der Architekt Marius Grootveld diskutiert mit dem Architekturzeichnungssammler Niall Hobhouse.

Veranstaltung in englischer Sprache, organisiert von Erik Wegerhoff, Professur für Geschichte und Theorie der Architektur (Maarten Delbeke) des Departements Architektur der ETH Zürich in Kooperation mit der Graphischen Sammlung der ETH Zürich.

erik.wegerhoff@gta.arch.ethz.ch
www.delbeke.arch.ethz.ch/veranstaltungen

Nicolas d`Aujourd`hui – der passionierte Zeichner, Entertainer, Geschichtenerzähler und Illustrator aus Basel – ist am 21. Januar anlässlich der Sonntagsmatinée zur aktuellen Ausstellung der Graphischen Sammlung zu erleben: Spannung und Animation für Kinder und Erwachsene sind garantiert.

Als Figuren- und Geschichtenerfinder lässt Nicolas d`Aujourd`hui gemeinsam mit dem Publikum spannende und witzige Fantasiewelten entstehen. Geschichten und Zeichenprozess verweben sich ad hoc und im Austausch mit dem Zuschauer. In dieser Interaktion gelingt es dem Zeichner spontan, immer neue und kreative Gestalten und Charaktere entstehen zu lassen; aus einer Linie werden Monster, Prinzessinnen oder ein prominenter Kopf, durch ein Stichwort oder eine Antwort aus dem Publikum formt sich der Geschichtenfluss.

Lassen Sie sich diese Gelegenheit, den bekannten Cartoonisten und Comiczeichner live zu erleben, nicht entgehen.