KUNST ERLEBEN

2018

Dr. Meda Diana Hotea, Leitung Rara und Karten der ETH-Bibliothek

Linda Schädler diskutiert mit Irene Kopelman, Künstlerin, Dr. Samuel Nussbaumer, World Glacier Monitoring Service, Geographisches Institut, Universität Zürich und Departement für Geowissenschaften, Universität Freiburg sowie mit Prof. em. Dr. phil. nat. Heinz J. Zumbühl, Geographisches Institut der Universität Bern & Oeschger-Zentrum für Klimaforschung dieser Universität.

 

Gespräch zwischen Dr. Katrin Bedenig, Leiterin Thomas-Mann-Archiv und Dr. Linda Schädler, Leiterin Graphische Sammlung ETH Zürich

aus Anlass des Europäischen Kulturerbetag an der ETH Zürich

Lena Schaller, Graphische Sammlung ETH Zürich

aus Anlass des Europäischen Kulturerbetag an der ETH Zürich

Linda Schädler diskutiert mit Dr. Matthias Huss, Glaziologe, Versuchsanstalt für Wasserbau, Hydrologie und Glaziologie, ETH Zürich und Andreas Greiner, Doktorand Professur Geschichte der modernen Welt, ETH Zürich

Im Zentrum der künstlerischen Untersuchungen von Marie-Antoinette Chiarenza und Daniel Hauser steht oft die kritische Befragung gesellschaftsbezogener Machtkonstellationen. Dazu gehört auch das Kunstsystem mit seinen schwer zu durchschauenden sozio-ökonomischen Zusammenhängen. Typisch für ihre Herangehensweise sind die Zusammenarbeit mit weiteren Personen (daher das «& co» im Namen), die Auseinandersetzung mit dem Ausstellungsort und ihre Beschäftigung mit Sprache. Chiarenza und Hauser werfen in ihren Werken gerade auch mit Sprache – oftmals ironisch gebrochen – kritische Fragen zu Macht- sowie Symbolisierungs- und Darstellungsstrukturen auf.
Ein Ausgangspunkt der Ausstellung in der Graphischen Sammlung ETH Zürich ist William Hogarths «Analysis of Beauty» (1753), zwei Graphik-Blätter aus der eigenen Sammlung. Darin begreift Hogarth die Schlangenlinie als analytische Reihe und unterwirft sie einem System von Variationen, aus denen er schliesslich Darstellungsformen von Menschen ableitet. Anhand dieser und weiterer Sammlungsstücke befragt RELAX in ihrer Installation, wie Körper und Räume in einem kulturell konnotierten Umfeld gefasst werden und wo Übergänge zu einer alternativen Lesart auszumachen sind.

Kuratorin: Linda Schädler

Thomas Schütte (*1954) gehört zu den wichtigsten Künstlern der Gegenwart. Als wohl bedeutendster deutscher Bildhauer unserer Zeit ist er auch in der Schweiz bislang vor allem mit seinen Skulpturen in Erscheinung getreten. Schütte ist aber auch ein genuiner Zeichner: nach dem Besuch der Documenta 5 (1972) beginnt der Achtzehnjährige zu zeichnen; ein Jahr darauf immatrikuliert er sich an der Kunstakademie in Düsseldorf. Mit der ihm eigenen grossen Unabhängigkeit und technischen Virtuosität, die sein gesamtes Werk auszeichnen, arbeitet Schütte seit langem auch an einem meisterhaften graphischen Oeuvre. Seit 2001 produziert Schütte seine graphischen Blätter, die er mit Vorliebe zu Folgen und Zyklen ausweitet, in Zusammenarbeit mit Till Verclas. Mit dem renommierten Drucker aus Hamburg schuf er Werke von ungeahnter Schönheit und stiller Poesie, voll intimer Momente, aber auch existenzieller Abgründe und Brüche. Dieses ausserordentlich dichte Schaffen gilt es in einer sorgfältigen Auswahl von Werken aus öffentlichen wie privaten Sammlungen aus der Schweiz und dem Ausland zu entdecken.

Kuratorin: Alexandra Barcal