Dienstag, 13. November 2018, 18:00 Vernissage

Thomas Schütte (*1954) gehört zu den wichtigsten Künstlern der Gegenwart. Als wohl bedeutendster deutscher Bildhauer unserer Zeit ist er auch in der Schweiz bislang vor allem mit seinen Skulpturen in Erscheinung getreten. Schütte ist aber auch ein genuiner Zeichner: nach dem Besuch der Documenta 5 (1972) beginnt der Achtzehnjährige zu zeichnen; ein Jahr darauf immatrikuliert er sich an der Kunstakademie in Düsseldorf. Mit der ihm eigenen grossen Unabhängigkeit und technischen Virtuosität, die sein gesamtes Werk auszeichnen, arbeitet Schütte seit langem auch an einem meisterhaften graphischen Oeuvre. Seit 2001 produziert Schütte seine graphischen Blätter, die er mit Vorliebe zu Folgen und Zyklen ausweitet, in Zusammenarbeit mit Till Verclas. Mit dem renommierten Drucker aus Hamburg schuf er Werke von ungeahnter Schönheit und stiller Poesie, voll intimer Momente, aber auch existenzieller Abgründe und Brüche. Dieses ausserordentlich dichte Schaffen gilt es in einer sorgfältigen Auswahl von Werken aus öffentlichen wie privaten Sammlungen aus der Schweiz und dem Ausland zu entdecken.

Kuratorin: Alexandra Barcal